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Tschechien: Nicht nur die heimische Industrie profitiert

13.08.2019

Eine dynamische Wirtschaft und stark steigende Löhne eröffnen österreichischen Betrieben Chancen bei Bauen und Wohnen, meint Christian Miller, Wirtschaftsdelegierter in Prag.

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Es ist längst kein Insiderwissen mehr, dass die starke, exportorientierte Industrie Tschechiens ein Top-Kunde für heimische Industriezulieferer (von Maschinen, Komponenten bis zu Vormaterialien) ist. Die vor allem aus einem akuten Arbeitskräftemangel – Tschechien hat mit 2,0 Prozent die niedrigste Arbeitslosenrate der EU – resultierenden hohen Lohn- und Gehaltszuwächse führen zu steigender Kaufkraft. Dies schlägt sich vielfältig nieder. Sei es, dass die sportbegeisterten Tschechen den einen oder anderen zusätzlichen Urlaub in den österreichischen Bergen verbringen oder ihr zusätzliches Einkommen in die eigenen vier Wände investieren. Jahrelange Einkommenszuwächse zwischen 7 und 8 Prozent und ein Vertrauen in eine auch in Zukunft wachsende Wirtschaft führen unter anderem zu verstärkten Investitionen in den Wohnbau. Dabei legen tschechische Wohnungskäufer zunehmend Wert auf Qualität und Design. Neben modernen, energiesparenden Heizungen und einer entsprechenden Wärmeisolierung wird auch dem Bad als Wohlfühloase mehr Wert geschenkt. Auf Grund des Wohnungsmangels – insbesondere in den Ballungsräumen – ist seit Jahren eine steigende Bautätigkeit zu verzeichnen. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres wurden um rund 17 Prozent mehr Wohnbauprojekte in Angriff genommen. Nachdem die Nachfrage nach Wohnraum derzeit das Angebot wesentlich übersteigt, ist auch Renovierung ein Thema. Wer nicht die Möglichkeit hat, sich etwas Neues zu kaufen, beginnt seine Räumlichkeiten zu renovieren und sich neu einzurichten. Vom Einbau einer neuen Küche bis hin zum Austausch so manch in die Jahre gekommenen „Erbstückes“ gegen ein höherwertiges Möbel.

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